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Osteoporose in Innsbruck

Knochen im Wandel - Informationen & Rat aus Innsbruck

Osteoporose in Innsbruck

Knochen sind kein starres Gewebe. Sie sind bei der Geburt nicht vorhanden, sondern bilden sich im Kindesalter aus Knochenkernen im Knorpel. Im höheren Alter und bei vielen Knochenkrankheiten ist die Struktur des Knochens oft krankhaft verändert, sodass Knochenbrüche passieren.

Osteoporose ist eine häufige Veränderung des Knochens, die zu Knochenbrüchen führen kann, ohne dass eine wesentlichen Belastung auf den Knochen einwirkt. Bricht ein Knochen unter geringer Belastung, etwa beim alleinigen Aufrichten oder Aufstehen beziehungsweise beim Heben einer mäßigen Last, gehört die Ursache des Bruchs geklärt und behandelt.

Knochen bestehen aus einer festen, lebendigen Struktur, die von Osteoblasten gebildet wird. Die Osteoblasten sind Zellen des Knochens mit knochenaufbauender Funktion. Sie bilden starke Faserbündel mit dazwischen eingelagerten Salzen. Die Struktur ist gut mit Stahlbeton vergleichbar: Die Faserbündel entsprechen dem Stahl und führen zu einer hohen Zugfestigkeit, die Zwischensubstanz aus Salz entspricht dem Beton, der dem Druck auf den Knochen standhält.

Die von Osteoblasten gebaute Knochenstruktur bleibt nie konstant, sondern wird konsequent optimiert, sodass jeder Knochen die auf ihn einwirkenden Kräfte bestmöglich verteilt. Deshalb muss die Knochenstruktur in kleinen Teilen regelmäßig abgebaut werden, um Platz für den Neubau zu schaffen. Der Abbau wird von Osteoklasten ausgeführt. Diese Zellen tragen die Faserbündel und Salze des Knochens ab. Anschließend bauen Osteoblasten wiederum eine verbesserte Struktur.

Bei der Osteoporose überwiegen die Abbauprozesse durch Osteoklasten. Deshalb nimmt die Knochenmasse bei Osteoporose ab. Der Knochen wird leicht, porös und bricht früh unter Belastung. Insbesondere an der Wirbelsäule und an den Oberschenkeln macht sich die verringerte Belastbarkeit bemerkbar. Es kommt auch zur Reduktion der Körpergröße, da einzelne Wirbelkörper in sich Millimeter für Millimeter zusammensinken. Osteoporose kann in diesem Zusammenhang auch Rückenschmerzen verursachen.

Wesentlich dramatischer sind einzelne Wirbelkörperbrüche mit plötzlichem Größenverlust und akutem Schmerz. Sie treten meist im Lendenwirbelsäulenbereich auf, können aber auch deutlich höher an der Wirbelsäule vorkommen und bilden dann den bekannten „Buckel“ am Rücken.

Der Oberschenkelhals ist eine besonders sensible Stelle: Hier besteht in der Jugend ein flacher Winkel, der Sport wie Laufen oder Heben schwerer Lasten gut toleriert. Im Alter knickt der Oberschenkelhals stärker und verschlechtert mit dieser Neigung die Stabilität. Schließlich kann er durch leichte Belastung brechen.

Das Risiko einer Einzelperson, im höheren Alter ein solches Schicksal zu erleiden, kann gut abgeschätzt werden. Ihr Arzt in Innsbruck berät sie dazu gerne. Männer haben hierbei generell ein anderes Risikoprofil als Frauen. Osteoporose muss demnach geschlechtsspezifisch betrachtet werden.

Der wesentliche Unterschied des Osteoporoserisikos bei Mann und Frau sind die Sexualhormone: Östrogen und Testosteron tragen zum Aufbau vieler Gewebe, so auch des Knochens, bei. Bei der Frau sinken die Spiegel der Geschlechtshormone mit dem Ausbleiben der Periode, in Österreich meist um das 53. Lebensjahr. Ein Mann behält normalerweise lebenslang ausreichende Geschlechtshormonespiegel; bei Männern führen deshalb andere Prozesse zur Osteoporose. Störungen oder Eingriffe in den Hormonhaushalt bedürfen immer einer Abwägung des Osteoporoserisikos durch den Arzt Ihres Vertrauens in Innsbruck.

Andere Risikofaktoren für eine Osteoporose sind zum Beispiel ein lange bestehender Diabetes. Bei dieser Erkrankung sind Wachstumsfaktoren für den gesunden Knochenbau reduziert. Auch eine chronische Entzündung, insbesondere eine rheumatoide Arthritis, und eine Kortisontherapie führen zu einer Verringerung der Knochenmasse über ähnliche Mechanismen. Die Lungenerkrankung COPD kann indirekt bei Männern zu einer sehr schweren Osteoporose führen. Diese schweren Verlaufsformen des Mannes bei chronischer Krankheit werden oft unterschätzt. Hier unterstützt Sie ihr behandelnder Arzt in Innsbruck in der Vermeidung der Osteoporose frühzeitig.

Weitere Risiken können Sie als mündiger Patient auch selbst durch einen gesunden Lebensstil beeinflussen: Ein deutliches Untergewicht führt im Rahmen der Mangelernährung zu Osteoporose. Die Ernährung sollte ausreichend Eiweiß (=Protein) und Kalzium enthalten. Zusätzlich sind Rauchen, chronischer Alkoholkonsum und insbesondere Bewegungsarmut oder lange Immobilisationsphasen als Risikofaktoren bekannt. Eine tägliche, ausreichende körperliche Bewegung ist in jedem Lebensabschnitt zu empfehlen und im Rahmen einer adäquaten Therapie zu ermöglichen.

Die Bedeutung von Vitamin D für den Knochen ist geschichtlich schon lange bekannt: In England kam es aufgrund der fehlenden Sonnenstrahlung im großteils bewölkten London zu weichen Knochen in der Kindheit, der sogenannten Rachitis. Dass der Knochen in jedem Alter Vitamin D benötigt, stellte sich später heraus. Heute sind viele Risikogruppen für einen Vitamin-D-Mangel bekannt. Bei bettlägrigen Patienten ist meist die Sonnenlichtexposition deutlich reduziert. Selbiges gilt auch für konsequenten Sonnenschutz mit hohem Schutzfaktor, reichlich Bekleidung im Freien und dunkle Haut. Hier kann das UV-Licht der Sonne nicht in ausreichendem Maße zur Bildung von funktionstüchtigem Vitamin D beitragen. Auch Erkrankungen an beteiligten Organen wie Funktionsstörungen der Nebenschilddrüsen, der Nieren oder des Darms reduzieren den Blutspiegel von aktivem Vitamin D.

Eine zu geringe Menge an aktivem Vitamin D sollte behandelt werden. Die Zufuhr darf aber nicht beliebig sein, da Vergiftungen mit Vitamin D – wie mit allen fettlöslichen Vitaminen – möglich sind. Wenden Sie sich an Ihren behandelnden Arzt in Innsbruck, er klärt mit Ihnen den Einsatz von Vitamin D.

Allgemeine Empfehlungen aus Innsbruck zur Vermeidung von Osteoporose

 

  • Gewichtsnormalisierung
  • Täglich 250 ml Milch oder Milchprodukte
  • Täglich 120-150 g Fleisch oder Fleischprodukte, Fisch, Käse, Ei, oder pflanzliches Protein
  • Tägliche sportliche Aktivität
  • Kein Nikotinkonsum
  • Vermeidung eines Vitamin-D-Mangels
Risikogruppen für einen Vitamin-D-Mangel - Ihr Arzt in Innsbruck informiert

 

  • Kinder unter 5 Jahren
  • Schwangere und stillende Mütter
  • Personen über 65 Jahre
  • Persönliche Diäteinschränkungen wie Vermeiden von Nüssen oder Verzicht auf tierische Produkte
  • Geringe UV-Exposition ist ein Risiko für einen Vitamin-D-Mangel, es existieren aber keine allgemeinen Leitlinien zur idealen Sonnenlichtexposition.

Risikogruppen sollten eine Vitamin-D-Substitution erhalten.

  
Haben Sie noch Fragen zu Osteoporose? Kontaktieren Sie Dr. Andreas Niederwanger in Innsbruck!

Die barrierefreie Wohlfühlpraxis

Facharztpraxis

Dr. med. univ. Andreas Niederwanger

Anzengruberstraße 1
6020 Innsbruck

Telefon +43 512 341057
Fax +43 512 341057-20

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